Rohbau

Rohbau



„Von der grünen Wiese in die eigenen vier Wände”

Ein Bauwerk wird als Rohbau bezeichnet, bei dem die Außenhülle des Gebäudes
und der Dachstuhl fertiggestellt sind, wobei sehr unterschiedliche Arbeitsstufen
vorausgegangen sein müssen.

Der Rohbau beschreibt den Zustand eines Bauwerks, bei dem die äußere Konstruktion und
der Dachstuhl fertiggestellt sind, also Keller oder Bodenplatte, Außen- und Innenwände,
Betontreppen und Geschossdecken sowie der Dachstuhl mit Schornstein – aber ohne Fenster,
Fassadenverkleidung und den gesamten Innenausbau. Auch die Kanäle für Versorgungsleitungen
aller Art sind beim Rohbau enthalten.

Bevor es mit dem Bauen selbst losgeht, müssen auf dem Baugelände wichtige Vorbereitungsarbeiten
stattfinden. Im Folgenden wird in groben Zügen die Vorgehensweise beim Erstellen
eines Rohbaus beschrieben, die bereits eine Menge an unterschiedlichsten Arbeitsschritten
beinhaltet.
Vorbereitungsmaßnahmen

Baustelleneinrichtung
Zunächst muss die Baustelle sachgemäß vorbereitet werden, das wird durch zahlreiche gesetzliche Vorgaben geregelt. Alle Ein-
richtungen, die zur Errichtung eines Bauwerks auf der Baustelle benötigt werden, werden als Baustelleneinrichtung bezeichnet,
das sind sehr unterschiedliche Maßnahmen, die hier nur als grobe Übersicht dargestellt werden.

– Container müssen installiert werden, diese werden benötigt als Aufenthaltsräume für die Mitarbeiter, aber auch als Lagerplätze für witterungsempfindliche Baustoffe, Geräte und Maschinen.
– Ver- und Entsorgungsmaßnahmen müssen die Versorgung mit Energie und Wasser, die Entsorgung von Schmutz- und Nieder-
schlagswasser, die Abfallentsorgung etc. sicherstellen.
– Die Baustellensicherung muss gewährleistet sein, sie betrifft u.a. einen Bauzaun, Beleuchtungen, Brand- und Leitungsschutz, Gewässer- und Bodenschutz, auch Arbeitsraum, Transportwege
und Baustellenzufahrt müssen eingeplant werden.

– Neben den technischen Einrichtungen müssen genügend Lagerplätze für Arbeitsgeräte wie Bagger, Kräne, Pumpen, Arbeits- und Schutzgerüste, Baustoffe, aber auch für Aushub und Bauschutt berücksichtigt werden. Zudem müssen Absperrmaßahmen
die Sicherheit für Passanten und Mitarbeiter der Baustelle garantieren.
– Je nach örtlichen Begebenheiten beinhaltet eine Baustellen-einrichtung unterschiedliche Maßnahmen, so kann es bei beengten Platzverhältnissen erforderlich sein, den Verkehr umzuleiten,
wofür wiederum Genehmigungen eingeholt werden müssen.
Eine sorgfältige Vorbereitung ist also bei jedem Bauvorhaben zwingend notwendig.

Vermessungsarbeiten
Zu den ersten Arbeitsschritten auf dem Bauplatz zählen die Vermessungsarbeiten, das sogenannte Erstellen des Schnurgerüsts: Wir übertragen die Grundrissdaten des Bauplaners auf das
Baugrundstück, das heißt, wir vermessen die Fundamente, Wände, Höhen etc. mit den modernsten Geräten maßstabsgetreu und mit größter Präzision und markieren diese Angaben auf der Baustelle mit Hilfe des Schnurgerüsts.

Der Rohbau selbst

Erdarbeiten
Nun können die Erdarbeiten beginnen. Sie sind nach Planung, Baustelleneinrichtung und Vermessung die ersten sichtbaren praktischen Arbeiten am neuen Bauwerk. Wir schaffen zunächst
einen belastbaren Bauuntergrund durch den Aushub der Baugrube sowie den Einbau (Verfüllen) des Bodens. Wird keine Unterkellerung gewünscht, entfällt das Ausheben der Grube, dann wird der Boden bis zur Tiefe des Fundaments ausgebaggert, die Sohle geebnet
und verdichtet. Je nach Bauvorhaben können Bodenuntersuchungen notwendig werden, die Auskunft über Bodenart, Tragverhalten, Setzungen, Druckverteilungen und Maßnahmen gegen Wasser, Vorlagen für das Anlegen der Baugrube etc. enthalten.
Bei Einfamilienhäusern ist dieser Schritt meist weniger kompliziert und wird bereits vom Planer berücksichtigt.

Gründung bzw. Stahlbetonarbeiten
Als Nächstes benötigt unser Bauwerk eine sichere Gründung.
Ob nun ein untergeschossiger Keller oder eine ebenerdige Bodenplatte das Fundament bildet, spielt keine Rolle – die Arbeitsabläufe sind identisch.
Zuerst wird die Baugrubensohle mit einer dicken sogenannten „Sauberkeitsschicht“ aus Kies oder Magerbeton bedeckt, diese schützt das Gebäude vor aufsteigender Feuchtigkeit und gleicht auch Unebenheiten aus. Meistens folgt darauf als Frostschutz
eine isolierende Dämmschicht.


Kanalarbeiten
Jeder Neubau benötigt Anschlüsse für Strom und Wasser sowie Internet bzw. TV und Rundfunk. Für diese Standard-Ausstattung müssen Rohre oder Kanäle verlegt werden, um das Grundstück
mit den öffentlichen Versorgerleitungen zu verbinden. Diese Zugänge werden meistens in Form von mehreren nebeneinander-
liegenden Leerrohren, sogenannten Mehrspatenbaukörpern, gelegt.

Die Anschlüsse müssen den Zugang ermöglichen für
– das Stromnetz,
– die Wasserversorgung,
– die Schmutzwasserentsorgung,
– Internet-, Telefon- und TV-Verbindungen (Glasfaser-, DSL-
   oder Kabelanschluss) und
– gegebenenfalls für die Gasversorgung.

Maurerarbeiten
Wenn das Fundament erstellt ist, können wir mit den eigentlichen Maurerarbeiten beginnen: Anhand des Bauplans werden zuerst die Außenwände geklebt und anschließend die aussteifenden, tragenden und nicht tragenden Innenwände gemauert. Diese werden aus unterschiedlichen Ziegelmaterialien und Steinformaten hergestellt. Die Öffnungen für Türen und Fenster müssen dabei genau eingeplant werden. Stahlbeton kommt zum Tragen, wenn
Geschosstreppen gebaut und Zwischendecken eingezogen werden.

Zimmererarbeiten
Wenn die Maurer ihre Arbeit bendet haben, bauen die Zimmer-
männer den Dachstuhl auf. Mit dessen Fertigstellung ist die Rohbau-
phase abgeschlossen und das Richtfest kann gefeiert werden.

Ausbauarbeiten

Der Rohbau ist fertiggestellt, das Richtfest wurde gefeiert und das Dach gedämmt und eingedeckt. Nun fallen für den Ausbau
Arbeiten in verschiedenen Gewerken an. Es werden Estrichböden
eingezogen, Dämmmaterial wird verbaut, Türen und Fenster
werden eingesetzt. Sanitär- und Elektroinstallationen folgen,
Wände werden verputzt, Bodenbeläge verlegt sowie Maler- und
Tapezierarbeiten ausgeführt. Der Außenputz der Fassade ist meistens eine der letzten Arbeiten, das neue Gebäude erwartet seine Bewohner.


Neben Einfamilienhäusern errichten wir auch
– Doppel-, Reihen- und Kettenhäuser
– Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen
– Industriebauten, z.B. Lager- und Produktionshallen
– Gewerbliche Bauten, z.B. Büro-, Geschäfts-
   und Verwaltungsgebäude
– Öffentliche Gebäude z.B. Kindergärten
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